Wer ist Zarathustra?

Meister zarathustra inkarnation
Bild von Iris Merlino

 

ZARATHUSTRA (eigentlicher Familienname: Spitama, griech. Zoroaster) wurde 630 v. Chr. im heutigen Iran geboren.

Sein Vater Pourusahaspa gehörte dem Geschlecht der Spitamas an und war wohl ein Priester eines Stammes von Viehzüchtern.

Seine Eltern lebten in eher ärmlichen Verhältnissen unter Viehzüchtern. Die Geburt Zarathustras wurde von Weisen des Irans zuvor angekündigt. Als Zarathustra geboren wurde, soll er gelacht haben. Er wurde - ähnlich wie Jesus - in einem Stall geboren.

Zarathustra wirkte im jungen Alter unter den Viehzüchtern im nordöstlichen Iran. Dabei galt es, sich vor Nomadeneinfällen zu schützen.

 

 

Zu dieser Zeit war der Vielgötterglaube weit verbreitet, der die Menschen zunehmend verwirrte,

sodass ein großer Irrglauben aufkam, der den Zerfall näher rücken ließ.

Als junger Mann zog sich Zarathustra wie Buddha, Moses oder Jesus von der Welt zurück.

Auf einem abseits gelegenen Berg hatte er dann seine große Vision. Er war dreißig Jahre alt.

Er wurde in seinen Meditationen durch Ahura Mazda, den großen, weisen Gott, zum Propheten berufen.

Ahura Mazda war der Begriff des einen Gottes, das lebendige Licht, das alles erschafft und den Menschen den absolut

freien Wille auf Erden ermöglicht, um die Erfahrungen zwischen Gut und Böse erlernen zu können.

 

 

In dieser Zeit war der Mithrakult weit verbreitet. Mithrapriester verehrten den Gott Mithra.

Der Name Mithra bedeutet im Persischen „Vertrag“. Im Altindischen bedeutet Mitra „Bund“ oder „Freund“.

In Indien und im Iran war Mithra ein Gott des Rechtes, des Bündnisses und ein Sonnen- bzw. Lichtgott.

Er war der Führer zur rechten Ordnung und wachte auch über die kosmische Ordnung, wie den Wechsel von Tag und Nacht und der Jahreszeiten. Er pflegte die Tugend der Gerechtigkeit, schützte die Gläubigen und strafte die Ungläubigen.

 

 

Ursprünglich war der Name Mithra als Lichtgott (das lebendige Licht) mit dem Namen Ahura Mazda gleichzusetzen.

Doch die Mithrapriester lebten längst nicht mehr nach den alten Lehren des einen Lichtgottes sondern vermischten diese alte Lehre des einen lebendigen Licht Gottes mit menschlicher Vielgötterei und strengen Rechten und Gesetzen.

Ein monotheistisch überzeugter Zarathustra konnte deshalb auch die im Mithraglauben praktizierte Götzenverehrung nicht akzeptieren.

Auch andere Bräuche der Mithraverehrung wie das Blutopfer oder der Genuss von Rauschgetränken, das Haoma, widersprachen seiner Leitlinie von ,,gut zu denken" und haben ihn unter anderem veranlasst, seine Lehre und Philosophie dem Mithrakult entgegenzusetzen.

Zarathustra begann seine Lehren über Ahura Mazda unter den Menschen zu verbreiten, was den Mithrapriestern nicht gefiel,

da sie um ihre Machtstellung fürchteten. Sie verfolgten Zarathustra, sodass er aus seinem Heimatdorf flüchten musste.

Neben dem Eingottglauben basiert die Philosophie Zarathustras auf den drei Grundsätzen „gut zu denken", „gut zu reden" und „gut zu handeln".

 

 

Zarathustra war überzeugt, dass alle Ereignisse unserer Welt auf Ursache und Wirkung beruhen.

Wenn wir uns alle guten Taten verschreiben, dann kann uns auch nur Gutes geschehen, und wenn wir umgekehrt Böses tun,

dann wird uns zwangsläufig auch nur Böses widerfahren. Bestiehlt z. B. jemand seinen Mitmenschen, muss er sich nicht wundern,

wenn er eines Tages auch bestohlen wird. In der Lehre Zarathustras ist kein Platz für Anbiedern an Gott oder die Bestechung Gottes, mit dem Ziel, sich einen Platz im Paradies anzueignen. Deshalb waren für Zarathustra und seine Anhänger materielle Zuwendungen an den Klerus sowie das Beten nicht unbedingt erforderlich. Damit unterscheidet sich die Lehre Zarathustras von anderen Religionen.

 

Das Faravahar Symbol Zarathustras

 

ist das Symbol zarathustrischen Glaubens. Es ist ein Symbol des Geistes, der bereits vor der Geburt existierte und auch nach unserem Tod weiter existiert, dazu dient der Kreis (Ring) um den Rumpf des Faravahar. Dieses Symbol darf aber nicht, als ein Bild von dem Allmächtigen Ahura Mazda (Gott) betrachtet werden. Im alten Iran gab es keine Bildnisse für Ahura Mazda. Diese waren verboten. Der Name Faravahar leitet sich von dem alten Namen Firavarti ab. Fara oder Fira bedeutet „fliegen“ oder „der fliegt“, vahar oder besser gesagt varti bedeutet: „Wahl des Guten“ oder „den guten Geist auserwählen“. Der Name Faravahar bedeutet also: „Der oberste Auserwählte, der gute Geist, der aus Reinheit fliegt“.

 

 

1.

Das Gesicht von Faravahar gleicht einem Menschen und stellt somit die Verbindung zu den Menschen her.

 

 

2.

Die beiden Flügel des Bildnisses haben drei Hauptfedern und sind als Symbol für die Grundsätze „gut denken“, „gut reden“ und „gut handeln“ zu deuten.

 

 

3.

Der untere Teil des Faravahar besteht auch aus drei Teilen, die aber die Zeichen von „schlecht denken“, „schlecht reden“ und „schlecht handeln“ sind und damit den Menschen in Abgrund und Unglück stürzen.

 

 

4.

In beiden Seiten dieses Symbols sind zwei Schleifen enthalten, die „sepanta meynu“, die gute Kraft, und „ankara maynu“, die böse Kraft, bedeuten. Die erste Schleife (gute Kraft) deutet in Richtung Gesicht und die Zweite (böse Kraft) in Richtung Rücken. Die Menschen sollen sich also mit dem Gesicht dem Guten zuwenden und dem Bösen den Rücken kehren.

 

 

5.

Der Rumpf von Faravahar wird von einem Kreis umgeben, dem Zeichen dafür, dass unser Geist unvergänglich und damit ohne Anfang und Ende ist.

Eine Hand von Faravahar, die nach oben zeigt, soll uns den Weg zum Fortschritt weisen, den wir anstreben sollen. In der anderen Hand sieht man einen Ring, den manche als Ring der Treue deuten, die in dieser Lehre eine hohe Stellung einnimmt.

 

 

 

 

Die Lehren Zarathustras

 

 

 

Im Gegensatz zu den anderen altorientalischen Religionen war im Mazdaismus der Mensch nicht eine Puppe in der Hand der Götter, sondern ein selbstständiges Wesen mit eigenem Willen. Ahura Mazda wollte, dass Menschen als Persönlichkeiten ihre Pflichten gegenüber

den anderen Menschen beachten sollten. Ahriman war die Lüge. Wer log und tugendlos lebte, war ein Sklave. Wer sich für das Gute entschied, war frei. Die Pflichtenaufgabe war groß. Sie bestand in drei Aktionen: Der Feind muss zum Freund gemacht werden, der Böse zum Gerechten, der Unwissende zum Wissenden. In der Lehre Zarathustras wurde im Gegensatz zu anderen Religionen Sklavenhaltung abgelehnt, deshalb wurden Großbauten des Altertums ohne Sklavenarbeit erbaut. Trägheit, Faulheit und das Leben auf Kosten anderer wurden im höchsten Maß verachtet, und jeder war verpflichtet, durch möglichst eigene Arbeit und Mühen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Götzen- sowie Steinverehrung und Gotteshäuser aus Lehm oder Stein waren in Altpersien nicht üblich.

Gott kann allenfalls in den Herzen oder im Geiste des Menschen wohnen, aber nicht in den von Menschen geschaffenen Bauten.

 

 

Das Licht bzw. das Feuer nahm in der Philosophie Zarathustras einen hohen Stellenwert ein. Es wurde als das Symbol für Gott gewählt, da es der sauberste Gegenstand auf unserer Erde ist, und durch nichts verunreinigt werden kann. Blutopfer, welche wir von anderen Religionen kennen, haben in der Philosophie Zarathustras keinen Platz und waren sogar in ihrer einzigen authentischen Schrift, der Gatha, ausdrücklich verboten. Zarathustra offenbarte den Priesterkönigen (Kaspar, Melchior und Balthasar), dass ein neues Lichtkind geboren werden würde und gab ihnen über die Lichtsprache die Sternenkonstellation bekannt (siehe Offenbarung von El Morya).

 

 

 

Die Angaben zu den Inkarnationen der aufgestiegenen Meister ist teilweise durch Wikipedia ergänzt.