Wer ist Hilarion?

Meister Hilarion
Bild von Iris Merlino

 

Nach zahlreichen Inkarnationen, die nicht dokumentiert wurden (siehe Durchsage), wurde Hilarions Seele als Paulus von Tarsus geboren.

Er war ein hellenistisch gebildeter Pharisäer.

Er war seit etwa 32 bis zu seinem Tod neben Petrus der wohl bedeutendste Missionar und Theologe des Urchristentums.

Paulus stammte aus einer strenggläubigen jüdischen Familie aus Tarsos in der damaligen römischen Provinz Kilikien, einem Landstrich in der heutigen Südtürkei im Grenzgebiet zu Syrien. Diese Hafenstadt war damals ein bedeutendes Handelszentrum mit einer großen jüdischen Synagogengemeinde, wie es sie in vielen Küstenstädten des Mittelmeerraums gab.

 

Von seinem Vater erbte Paulus das römische Bürgerrecht, das nur eine Minderheit der jüdischen Reichsbewohner besaß.

Darauf berief er sich später erfolgreich in Konflikten um seine Mission.

Lukas führte ihn mit dem jüdischen Vornamen Saulus ein, der von Saul (hebräisch Schaul), dem ersten König Israels, abgeleitet ist.

Wie dieser stammte seine Familie aus dem Stamm Benjamin, der als der kleinste der zwölf Stämme Israels galt.

Saulus wechselte seinen Namen also nicht wegen seiner Bekehrung und Taufe zu Paulus,

wie es die bekannte Redewendung irrtümlich nahe legt, sondern trug beide Namen wohl seit seiner Geburt. Mehrsprachige Vor- oder Doppelnamen waren damals üblich. Allerdings kam der Name Paulus nur extrem selten vor.

 

Nach jüdischem Brauch lernte Paulus neben seiner Bibelausbildung als Toralehrer auch das Handwerk des Zeltmachers.

Mit dieser Tätigkeit verdiente er auch später als christlicher Missionar seinen Lebensunterhalt.

Als gesetzestreuer Jude verfolgte Paulus die Urchristen zunächst, verstand sich seit seiner Bekehrung vor Damaskus

aber als von Gott berufener "Apostel des Evangeliums für die Völker".

Paulus selbst betont zwar den völligen Wesenswandel, der ihm durch seine Begegnung mit Jesus Christus widerfuhr, bringt ihn aber nicht mit einem Namenswechsel in Verbindung. Er hat sich entschieden dagegen verwahrt, diesen Wandel als Aufgabe seines Judenseins misszuverstehen. Gegenüber innerchristlichen Gegnern hob er seine Abstammung in seinen Briefen später immer wieder voller Stolz hervor (z.B. Philister 3,5f): ...einer aus dem Volk Israel, vom Stamme Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer ...

 

So wurde Paulus vom Christenverfolger zum Verkünder des Evangeliums verwandelt. Paulus beschreibt, das Evangelium sei nicht menschlicher Art; es habe ihn ergriffen (Philister 3,8) und geradezu gezwungen, sein bisheriges Leben aufzugeben und nur noch das Wort von Jesus Christus zu verkünden. Paulus deutet dieses Ergriffenwerden als Entscheidung Gottes über sein Leben, die vor seiner Geburt gefallen sei:

Dieser habe ihn von Mutterleib an auserwählt und ihm seinen Sohn offenbart, um ihn zum Apostel der Völkermission zu berufen.

Paulus schreibt in seinem 1. Korintherbrief (1. Korinther 15,8) über sich: „… Zuletzt von allen ist er auch von mir, einer Missgeburt,

gesehen worden. Denn ich bin der Geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, ein Apostel zu heißen,

weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe …"

Er stellte seine Bekehrung also in die Reihe der älteren Jüngerberufungen. Nach dem Tod und der Auferstehung Christi bereiste Paulus den östlichen Mittelmeerraum und gründete dort einige Christengemeinden. Er lehrte das Wort und die Lehren Christi. Als der Seelsorger jener Gemeinden schrieb er in griechischer Sprache eine Reihe von Briefen an sie, die zu den ältesten erhaltenen urchristlichen Schriften gehören. Dreizehn ihm zugeschriebene Briefe wurden in das Neue Testament aufgenommen.

 

 

Die Paulusbriefe im Neuen Testament:

 

Der Brief des Paulus an die Römer

Der 1. Brief des Paulus an die Korinther

Der 2. Brief des Paulus an die Korinther

Der Brief des Paulus an die Galater

Der Brief des Paulus an die Philipper

Der 1. Brief des Paulus an die Thessalonicher

Der Brief des Paulus an Philemon

Der Brief des Paulus an die Epheser

Der Brief des Paulus an die Kolosser

Der 2. Brief des Paulus an die Thessalonicher

Der 1. Brief des Paulus an Timotheus

Der 2. Brief des Paulus an Timotheus

Der Brief des Paulus an Titus

 

Paulus teilte den Glauben der Jerusalemer Urgemeinde an Jesus von Nazaret als Messias des Gottesvolkes Israel.

Er eröffnete dem Glauben an Jesus Christus im römischen Reich den Weg zu einer neuen Weltreligion.

Um das Jahr 48 oder 49 wurde das so genannte Apostelkonzil in Jerusalem einberufen (NT, Apostelgeschichte 15). Lukas erzählt,

Paulus sei mit Barnabas nach Jerusalem gereist.

 

Nach der Überlieferung der römischen Gemeinde wurde er dann 64 n. Chr. als Märtyrer unter Nero in Rom durch das Schwert hingerichtet - eine Kreuzigung blieb ihm aufgrund seines Bürgerrechts wohl erspart. Paulus ist, von Jesus Christus abgesehen, die Person in der Kirchengeschichte, die in praktisch allen Konfessionen als herausragend angesehen oder verehrt wird, am stärksten im Protestantismus.

 

Die letzte Inkarnation war Hilarion. Er wurde in Gaza (Palästina) geboren. „Hilarion" ist ein griechisch-lateinisches Mischwort und bedeutet „der Fröhliche". Er wurde zum Studium der heidnischen Philosophie nach Alexandria geschickt, wo er vom heiligen Antonius hörte, sich christlich taufen ließ und einige Monate als dessen Schüler in der ägyptischen Wüste lebte. Als 15-Jähriger ging der junge Hilarion als Einsiedler in die Wüste und gründete eine erste Einsiedlergemeinschaft in Palästina. Er erwarb sich einen schnell wachsenden Ruhm als Mann Gottes und Wundertäter, was zu vielen Besuchen seiner Verehrer führte.

 

Wie schon sein Lehrer Antonius flüchtete er vor den Menschenmassen, die ihn wegen seiner zahlreichen Wunder verehrten als 63-Jähriger wieder in die ägyptische Wüste, später nach Sizilien und Dalmatien, bis er endlich in Zypern in unzugänglichem Gelände eine ungestörte Einsiedelei fand. Nach seinem Tod überführte sein Schüler Hesychios den Leichnam in Hilarions Heimat Palästina zurück.

 

Hilarion gilt in der Weltgeschichte als Begründer und Vater des Mönchtums, wie sein Lehrmeister Antonius der Große.

 

 

Die Angaben zu den Inkarnationen der aufgestiegenen Meister ist teilweise durch Wikipedia ergänzt.