Wer ist El Morya?

Meister el morya
Bild von Iris Merlino

 

Jeder aufgestiegene Meister, auch El Morya, hatte verschiedene Erdinkarnationen als Mensch. Nur so konnten sie – wie auch wir – lernen und sich letztendlich vollkommen mit dem göttlichen Licht verbinden (aufsteigen). Zu einer jeden Erdinkarnation gehört auch, dass wir Fehler machen – diese dienen dem einzigen Zweck, dem göttlichen Lernen.

So möchte ich hier an dieser Stelle einige Inkarnationen von El Morya aufzeigen, um sein Wirken auf Erden für uns zu verdeutlichen.

 

 

Eine wichtige Inkarnation von El Morya war Abraham.

 

Sein ursprünglicher Name war Abram/ Ibrahim. Zusammen mit seinem Vater Terach war er aus Ur in Chaldäa (dem Süden des heutigen Irak) nach Harran (Türkei) gewandert. Dort empfing er die Worte und den Ruf Gottvaters und wurde mit seiner kinderlosen Frau Sarai und seinem Neffen Lot in das Land Kanaan geschickt. Gottvater offenbarte ihm, aus Abraham einen großen Stammesvater zu machen. Sarai glaubte nicht, dass sie ihrem Mann ein Kind gebären könne und gab ihm ihre Magd Hagar, mit der Abram seinen Sohn Ismael zeugte.

Gottvater schloss mit Abraham einen neuen Bund und forderte die Beschneidung Ismaels. Er gab Abram und Sarai neue Namen: Abraham und Sara. Als er Abraham ein weiteres Mal erschient, kündigte er ihm die Geburt eines Sohnes mit Sara an und gleichzeitig den Untergang Sodoms.

Sara wurde tatsächlich schwanger und gebar Isaak als Abraham einhundert Jahre alt war, woraufhin sie Hagar und Ismael verstieß.

Die biblische Erzählung, nach der Gottvater Abrahams Glauben auf die Probe stellte, indem er ihm befahl, seinen Sohn Isaak zu opfern,

sollte die Abkehr von Menschenopfer widerspiegeln.

 

Der Widder, der anstatt Isaak geopfert wurde, wurde danach immer anstelle von Menschenopfern bei Hirtennomaden geopfert. Nach dem Tod Saras nahm sich Abraham Ketura zur Frau, die ihm bis zu seinem Tod sechs weitere Söhne gebar.

Abraham ist eine zentrale Figur des Alten Testaments und der Hebräischen Bibel, die ihn als Stammvater Israels sieht. Seine Geschichte wird in der Genesis erzählt. Danach gehörte er zusammen mit Isaak und Jakob zu den Erzvätern, aus denen laut biblischer Überlieferung der Zwölfstämmebund des Volkes Israel hervorging. Abraham gilt in der biblischen und jüdischen Überlieferung als „Stammvater des Volkes Israel“. Von Abraham leiten sich das Judentum, der Islam und das Christentum gleichermaßen ab. Darum bezeichnet man alle drei auch als abrahamitische Religionen. Die Abrahamerzählung ist im ersten Buch Moses (Genesis) 12 - 25 zu finden.

 

 

Im Islam gilt Ibrahim (Abraham) als Prophet, der erkannte, dass es nur einen einzigen Gottvater gibt. Die Wallfahrt nach Mekka (Hadsch) geht nach islamischer Auffassung auf Ibrahim zurück. Ebenso gepriesen wird seine Bereitschaft, seinen Sohn (nach muslimischer Auffassung Isma'il) für den einzigen Gott zu opfern. Mit seinem Sohn Isma'il (Ismael), den ihm Hadschar (Hagar) gebar, gilt er dem Islam als Stammvater der Araber. Die Muslime ehren sein Grab in Hebron (al-Chalîl).

Sprecht: „Wir glauben an Allah und an das, was uns herabgesandt worden ist, und was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herabgesandt wurde, und was Moses und Jesus gegeben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn

gegeben worden ist. Wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied und ihm sind wir ergeben." Sure 2, Ayat 136, Koran

 

 

Eine weitere Inkarnation war die des Melchior. Heute ist er eher als einer der heiligen drei Könige oder der drei Weisen aus dem Morgenland bekannt, die mit einem großen Gefolge aus dem persischen Reich kamen. Die drei namentlich benannten sind Melchior, Kaspar und Balthasar (Kuthumi). Die ursprünglichen Namen waren: Hormisdas, Larvandad und Gushnasaph.

Sie waren nicht wirklich „Könige", da die Stellung des Königs zur damaligen Zeit eine untergeordnete Rolle in der Hierarchie spielte. Sie waren persische Gelehrte, Magier, Ärzte, Philosophen und Astrologen.

Aus gutem Hause stammend, waren sie Mitglieder der iranisch-medischen-zoroastrischen Priesterkaste aus dem medischen Priesterstamm der Mager. Sie lebten nach den zoroastrischen Lichtlehren des Zarathustras, jenes lichtvollen Meisters des persischen Reiches (heute: Iran). So war es Zarathustra selbst, der den „Priesterkönigen" über die Lichtsprache offenbarte, dass ein König der Juden folgen würde, ein Licht-Messias, der genauso wie Zarathustra selbst aus schlichten Verhältnissen geboren werden und den Menschen die Lehren des Lichtes und der Liebe lehren würde. Er gab ihnen die Kodierung der Gestirnkonstellation, so wie auch frühere Gelehrte des persischen Reiches die Konstellation zu Zarathustras Geburt erhielten. Er offenbarte ihnen auch, dass dieses Lichtkind den Menschen zum Opfer fallen würde und nach seinem physischen Tod sofort als Meister in die Reiche des Lichtes aufsteigen würde.

 

 

Nur durch diese Offenbarung konnten sie das genaue Geburtsjahr errechnen und warteten geduldig, bis die Zeit reif war. Es war Erzengel Gabriel, der ihnen den entscheidenden Hinweis gab, dass das Kind tatsächlich zu der astrologisch berechneten Zarathustraoffenbarung geboren wurde. So reisten sie mit einem Gespann von zwölftausend Menschen nach Westen. Es war ein mühsamer Weg durch Sand und Steine. Sie bekamen Hilfe, denn nicht alle Menschen konnten die Sternenkonstellation sehen. Je näher sie an die Geburtsstätte kamen, umso heller wurde der Stern. Vor Jerusalem verschwand der Stern. Die Späher des Herodes Antipas hatte bereits das große Gespann erblickt. Herodes, der für seine Grausamkeit, für Kindermord und Mord an Dutzenden von Menschen wegen Bagatellen bekannt war, war außer sich vor Zorn. Er empfing die Priesterkönige in seinem Palast.

 

Es wurde noch gefährlicher, als sie Herodes nichts ahnend fragten, wo denn das neugeborene Kind, der König der Juden zu finden sei. Sie teilten ihm sogar mit, dass es in Persien diesbezüglich Schriftstücke und Weissagungen über Generationen hinweg gäbe, bis ihnen schließlich ein Engel mitgeteilt habe, dass die Weissagungen des Zarathustras sich nun erfüllen würden. Sie zeigten ihm sogar ein altes Schriftstück und nichts ahnend von der lauernden Gefahr verschwiegen sie auch nicht, dass dieses Schriftstück letztendlich auf Seth zurückzuführen sei, den Sohn Adams. Bei seinem Tod habe Seth die Botschaft seinen Söhnen über Generation hinaus anvertraut, bis sie Noah bekam. Dieser habe sie nach der Sintflut an seine Kinder weitergegeben über Abraham und über Melchisedech zu Kyrus, dem König Persiens.

 

 

Herodes Antipas wollte seine Garde einsetzen und diesem Spektabel ein Ende bereiten, da er um seine Autorität und Macht in Judäa fürchtete, doch als er den Befehl geben wollte, bebte sein Palast. Sein Sohn bekam es mit der Angst zu tun und flehte den teuflischen Monarchen, seinen Vater, an, diesen ehrwürdigen Fremden nichts anzutun, da er großes Unheil befürchtete, zum einen von den Göttern selbst, zum anderen durch das „zwölftausend Mann starke Heer" und den folgenden Zorn des persischen Reiches. Er riet ihm, dass er sich unmöglich ohne die Zustimmung des Kaisers, den Zorn des persischen Reiches auf das römische Reich aufladen solle. Dies überzeugte zunächst seinen Vater.

 

So heuchelte Herodes, sich über eine so erhabene Botschaft zu freuen und gab den Priesterkönigen sogar ein Geschenk, eine weißgoldene Mitra, für das Kind mit. Nun begann Herodes die Nachricht über ein besonderes Kind, das einmal „seinen“ Platz einnehmen würde, ernst zu nehmen. Ihm wurde von Spähern und Weisen berichtet, dass das Kind nur in „Bethlehem“ der Stadt des Brotes, geboren werden konnte, da dort auch die Stadt Davids sei. Durch einen Weisen wusste er sogar, dass nach einer Vorhersage des Propheten Jesaja „Der Ochse seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herren kennt“. So teilte Herodes sogar den Priesterkönigen mit, dass das Kind wahrscheinlich irgendwo in einem Tierstall in Bethlehem liegen müsste. Hinterlistig verabschiedete er sich und ließ seine Grüße für den neugeborenen König ausrichten.

Nun begann Herodes Antipas (sein Name bedeutet: heroischer Gegenschritt) einen weitaus teuflischeren Plan zu schmieden, er befahl seiner Garde, sofort nach der Abreise der persischen Priesterkönige das Kind umgehend zu töten.

 

 

Und so fanden die Priesterkönige das Kind. Joseph konnte es nicht glauben, dass dieses Kind, der „zweite Adam" sein sollte, dessen Füße von offensichtlich hohem persischen Adel geküsst und gesalbt wurden. Er begriff, dass dieses Kind die Offenbarungen erfüllen sollte, als die Priesterkönige im mitteilten, dass sie den Schatz aus Adams Höhle, gemäß seinen Anweisungen an seinen Sohn Seth über Generationen hinaus, nun nach Bethlehem gebracht hätten. Die Geschenke aus der Höhle des ersten Adams waren: Gold, das auf seine göttliche Königsherrschaft hinweist, Myrrhe, die dafür steht, dass das Kind später für die Menschheit durch Menschenhand sterben und begraben würde sowie Weihrauch, der für Göttlichkeit steht und genauso in den Himmel aufsteigt, wie der Sohn des Lichtes.

Mutter Maria hatte in der göttlichen Bescheidenheit solchen Geschenken nur ein Leinentuch (die Windel Jesus) als Geste entgegenzusetzen, das die Priesterkönige voller Ehrfurcht und Dankbarkeit annahmen.

Die Priesterkönige wollten nach dem Besuch nach Jerusalem zurückreisen und Herodes Antipas über den freudigen Fund des Kindes berichten. Vor der Stadt Jerusalem sandten sie einen Botschafter und schlugen ihr Nachtlager auf. In dieser Nacht bekamen sie die Botschaft von Erzengel Gabriel unverzüglich am nächsten Morgen nach Persien zurückzureisen.

 

 

Herodes Antipas, der die Abreise argwöhnisch betrachtete, gab den Befehl, das Kind umgehend töten zu lassen, doch Erzengel Gabriel hatte nicht nur die Priesterkönige gewarnt sondern auch Mutter Maria und Joseph offenbart, was geplant war. Durch die Hilfe von Joseph von Arimatäa (Saint Germain) wechselten sie sicher den Ort.

Herodes Antipas war außer sich vor Wut, als er die Nachricht bekam, dass seine Meuchelmörder nur eine leere Bleibe aufgefunden hatten und über den Verbleib des Kindes nichts berichten konnten. Er ließ sie töten und befahl seiner kompletten Garde, alle Kinder unter 2 Jahren töten. So ließ er viele unschuldige Kinder töten, ohne zu wissen, dass Jesus in Sicherheit verborgen blieb.

Zu Hause in Persien angekommen, berichteten die Priesterkönige ihren Herrschern über die Erfüllung der Prophezeiung und übergaben das göttliche Leinentuch. Nach persischem Brauch sollte die Leinenwindel geehrt und den Feuerflammen übergeben werden, damit der aufsteigende Rauch zurück in den Himmel getragen werden könnte. Doch die Windel blieb unversehrt, bis das Feuer erlosch. Fortan wurde die Windel als größte Kostbarkeit in die Reihe der Schätze aufgenommen.

 

 

Eine weitere Inkarnation war die des Königs Artus (Artorius/ Acturus/ Arthur) ein römischer, tapferer, wenn auch anfänglich verzweifelter Feldherr. Aus seinem östlich gelegenen Heimatort wurde er von den Römern als Sklave verschleppt und während seiner Jugend als Kämpfer für das römische Reich ausgebildet. Durch seinen Mut und seine Durchsetzungskraft wurde er schnell zum Hauptmann berufen.

Im Verlauf des ständigen Kriegsgeschehens wurde er in das heutige Britannien versetzt, um gegen die von den Römern verhassten und gefürchteten Stamme Europas zu kämpfen, mit dem Ziel, Britannien vollständig von ihnen zu befreien. Britannien war im anfänglich ein verhasstes und fremdes Land und so sah er den Krieg in dieser Einöde als eher aussichtslos an.

Seine größten Gegner waren anfänglich gar nicht die „wilden Stämme" der benachbarten Provinzen sondern vielmehr die heidnischen Wilden, die Druiden und Priesterinnen, die sich weder der römischen Kirche noch einem Heer unterwerfen wollten. Sie schienen ihm fremd, waren überall mit heidnischen Piktogrammen bemalt und kämpften für seine Betrachtungsweise äußerst geschickt mit einfachen und doch mächtigen Waffen und Fallen in den ständig vernebelten Wäldern und Seen, die sie übersetzt Avalon nannten.

Er verstand weder die heidnischen Piktogramme, noch ihre Lehren über Lichtgötter und die Weisheit der großen Mutter, mit der sie offenbar eins lebten. Die Kraft ihres Widerstandes und ihre Tücken begannen ihn genauso zu faszinieren, wie die offensichtliche Kraft der Mutter, die sie beschützen sollte.

 

Doch eine große Faszination galt einem Mann: dem Meisterdruiden Merlin (Saint Germain), dessen Weisheit und Macht im ganzen Gebiet bekannt war.

 

 

Mit einfachen Waffen der Natur (Holzfallen) gelang es Merlin, Artorius gefangen zu nehmen. Merlins Ziel war es nicht Artorius irgendetwas anzutun, vielmehr erkannte auch Merlin seine überzeugende Stärke im Kampf. Merlin schlug ihm vor, sich recht schnell aus der Not heraus mit ihm zu verbünden. Merlins Not bestand zum einen aus dem massiven militärischen Eingreifen verschiedener Stämme Europas darunter Angeln und Sachsen und zum anderen aus der wachsenden militärischen Macht Roms in England.

Artorius verbündete sich mit Merlin und gemeinsam mit Merlin kämpften sie in einer großen Schlacht gegen die Sachsen und gewannen.

Merlin begann, seinen ehemaligen Widersacher in die Geheimnisse des Druidentums einzuweihen und ihn auszubilden. Keltische Druiden verstanden es gut, ohne schriftliche Dokumente über Jahrzehnte Wissen im Gedächtnis abzuspeichern, um es dann an die nächste Generation weiterzugeben. Merlin unterwies ihn in Astrologie, Medizin, Symbolik und den Geheimnissen der Mutter. Seine Priesterinnen waren ebenso geschickt im Kampf wie auch in dem Wissen der Isis, der Natur und ihren Elementen. Eine Oberpriesterin wurde die Herrin vom See genannt. Auch sie nahm sich Artorius an und so wurde er auch ihr Schüler.

 

 

Durch die Schlachten, die er mit seinen neuen Verbündeten gewann, wurde ihm der Titel eines untergeordneten Königs über Britannien mit Ländereien gewährt. Durch die Loyalität zu seinen Männern im Heer und die wachsende Vertrautheit mit seinen „neuen Freunden" aus den Reichen der Seen, Wälder und Nebel wurde er ein angesehener Mann. So wurde Arthur „König des keltischen Englands" und verbündete sich mit Merlin und der Priesterin. Geprägt durch seine Loyalität zu seinen Männern bildete er die Tafelrunde und lehrte sie die Weisheit der Mutter und das Christentum sowie den Gral in den Herzen und in der Loyalität zu suchen und nicht irgendwo draußen im Heer. So gründete er Dörfer und eine Stadt und nannte sie übersetzt: Camelot, in der diese Lehren oberste Priorität haben sollten. Camelot war nicht groß oder pompös, es war eher eine sehr kleine Burganlage auf einem heiligen Hügel am See mit umliegenden Dörfern.

 

Artorius lernte eine junge Priesterin Guanhamara (Guinevere) kennen und lieben. Durch die Einheit, Weisheit und Loyalität konnte sich die Provinz um Camelot lange gegen Angreifer verteidigen.

 

 

Doch auch in der großen Blütezeit von Camelot blühte nach dem Tod der Herrin vom See und dem Tod Merlins der Machtmissbrauch auf und so verlor Artus seine Gattin, wie auch sein Königreich. Tödlich verwundet durch Verrat auf dem Schlachtfeld verschwand er in den Nebeln des Sees. Die kleine Burg Camelot wurde nach dem Verschwinden von Artorius durch Krieg und Plünderung bis fast auf die Grundmauern zerstört. Dort wurden die sterblichen Überreste von Guanhamara und einem anderen Mann beerdigt. Im nachfolgenden Verlauf der Geschichte wurde auf den fast verrotteten Grundmauern Camelots eine Abtei gebaut.

 

 

Eine weitere Inkarnation war die des Thomas Becket, auch bekannt als Thomas von Canterbury oder Thomas Beckett. Er wurde am 21.12.1118 als Sohn eines Kaufmannes in London geboren. Er wurde von Mönchen im Lesen und Schreiben unterrichtet und studierte anschließend in Paris. Er trat in die Dienste des Erzbischofs Theobald von Canterbury.

Durch Thomas Loyalität zu Theobald von Canterbury wurde er zu seinem Vertrauten. Der Erzbischof finanzierte ihm weitere Studien in Zivilrecht und Kirchenrecht. Im Jahr 1154 machte ihn der Erzbischof von Canterbury zum Erzdiakon. Ein Jahr später wurde er, wahrscheinlich auf die Empfehlung Theobalds hin, zum Berater und Lordkanzler von König Heinrich II. von England.

Die Beziehung zwischen Heinrich II. und Lordkanzler Becket wurde von sehr vielen Beobachtern als außergewöhnlich angesehen, es schien so, als würden sie sich Herz und Verstand teilen.

 

Im Jahre 1161 verstarb der bisherige Erzbischof Theobald von Canterbury. Wahrscheinlich auf dessen letzte Bitte an den König hin wurde Thomas Becket am 2. Juni 1162 zum Priester geweiht und schon einen Tag später empfing er die Bischofsweihe.

Thomas Becket wurde der neue Erzbischof von Canterbury. Sein guter Freund König Heinrich II. hielt es für einen taktisch guten Zug, seinen Lordkanzler zum Primas von England zu machen.

 

Doch bereits vorher hatten Thomas und Heinrich II. unterschiedliche Meinungen in Bezug auf die Kirche und deren Rechte gehabt. So hatte Thomas den König einmal offen gewarnt, dass er, wäre er Erzbischof von Canterbury, sich gezwungen sähe, sich ihm zu widersetzen.

Kurze Zeit später entsagte sich Thomas von allem äußerlichen Reichtum, Glanz und Ruhm des Lordkanzlers und legte sogar gegen heftigste Kritik des Königs das Amt des Lordkanzlers nieder. Er kümmerte sich ausschließlich um sein Amt als Erzbischof von Canterbury und um die Belange des Papstes und nicht um die des Königs.

 

Große Auseinandersetzungen gab es zwischen dem König und dem Erzbischof, wenn es um kirchliche Gesetze ging. Immer wieder ging es um die Zuständigkeit von Gerichten bei kriminellen Geistlichen. Für Thomas war diese Auseinandersetzung eine Frage des Prinzips.

Ein Geistlicher konnte in seinen Augen nur vor einem kirchlichen Gericht zur Verantwortung gezogen werden. Der Streit mit dem König wurde immer intensiver. Thomas ging nach Frankreich an den Hof von König Ludwig VII. Er reichte von dort aus bei Papst Alexander III. ein Rücktrittsgesuch ein, das aber abgelehnt wurde. Der Streit zwischen Thomas und der englischen Krone zog sich ohne eine Einigung über eine lange Zeit hin. Thomas kehrte nach Canterbury zurück. Im Jahr 1170 kam es wegen der Krönung eines Sohnes von Heinrich II. wieder zu Meinungsverschiedenheiten mit dem König.

 

 

Am 29. Dezember 1170 erschienen vier französische Ritter in der Kathedrale von Canterbury und fragten, wo sich der Verräter, der sich Erzbischof nennen würde, befände. Thomas trat den vier Rittern mit den Worten "Hier bin ich, kein Verräter, aber Erzbischof und ein Priester Gottes" entgegen. Da sie in der heiligen Kirche kein Blut vergießen wollten, schleppten sie ihn mit Gewalt aus der Kirche und schlugen im draußen den Kopf ab. Nur kurze Zeit nach seinem gewaltsamen Tod wurde Thomas Becket am 21. Februar 1173 heilig gesprochen. Sein Gedenktag ist der 29. Dezember.

 

 

Eine weitere Inkarnation war die des Thomas Morus. Er wurde am 07.02.1478 in London geboren. Er war Sohn eines Richters, besuchte eine Lateinschule und leistete als Jugendlicher am Hof des Lordkanzlers, Erzbischof John Morton von Canterbury, einige Pagendienste. Dieser schickte ihn zwei Jahre mit einem Stipendium nach Oxford, wo Morus Latein und Griechisch studierte.

Nach seinem Studium wurde er ein erfolgreicher Rechtsanwalt. Im Jahre 1504 wurde er Parlamentsmitglied. In dieser Inkarnation legte er sich erneut gegen die britische Krone an, so wurde sein Widerspruch gegen die Steuererhöhungen König Heinrichs VII. ein öffentliches Aufsehen.

Eine Zeit lang hatte er vor, Mönch zu werden und lebte als Laie im Kartäuserkloster in London. Mit 26 Jahren heiratete er Joan Colt. Dieser Ehe entstammten vier Töchter und ein Sohn. Seine Frau starb überraschend nach sechs Jahren Ehe. Bald darauf ging er eine zweite Ehe ein mit Alice Middleton. Von 1510 an war er acht Jahre lang Undersheriff von London und lehrte Recht. König Heinrich VIII. wurde auf Morus aufmerksam und schickte ihn auf diplomatische Missionen. 1516 verfasste Morus das 1. Buch der Utopia. Die Mehrzahl der Altphilologen behauptet, Thomas Morus habe seine Utopie nicht nur auf Platons Dialog Politeia über den besten Staat,

sondern auch auf dessen Erzählung über Atlantis gestützt.

 

Im Jahre 1517, mit 39 Jahren, trat er ganz in den Dienst des Königs, der ihn bald zum Mitglied des geheimen Rates machte.

1521 wurde er zum Ritter geschlagen. Er war ein entschiedener Gegner von Martin Luther und half Heinrich VIII., eine Arbeit über ihn zu schreiben, die dem König den Titel "Verteidiger des Glaubens" einbrachte. Morus eigene Arbeit über Luther wurde europaweit gelesen.

1523 wurde er Parlamentssprecher und 1529 Lordkanzler, eine Position, die etwa der des heutigen Premierministers entspricht.

In seinem Privatleben war er sehr freigibig, ernährte während einer Hungersnot Hunderte aus seiner eigenen Tasche und entließ seine Landarbeiter nicht wegen mangelnder Arbeit. Heinrich der III. bat Kardinal Thomas Wolsey, Erzbischof von York, die Ehe mit Katharina von Aragón zu annullieren. Doch dieser verneinte und musste somit 1529 von seinem Amt als Kanzler zurücktreten. Morus wurde an seiner Stelle ernannt, jedoch unterschätzte Heinrich offenbar Morus Widerstand in diesem Fall.

 

Soweit es sich um die Auseinandersetzung mit dem Protestantismus - insbesondere Martin Luther - handelte, hatte Thomas Morus die Innenpolitik seines Königs unterstützt. Jedoch war er wohlbewandert im Kirchenrecht und auch sehr religiös. So wusste Morus, dass die Annullierung des Sakraments der Ehe ein Fall für die Gerichtsbarkeit des Papstes war. Papst Clemens VII. war aber klar gegen eine Scheidung.

Heinrichs Reaktion darauf war, dass er sich selbst in das höchste Amt der Kirche in England einsetzte. Der Geistlichkeit wurde vorgeschrieben, den Suprematseid zu schwören und damit den weltlichen Herrscher als Haupt der anglikanischen Kirche anzuerkennen.

 

 

Morus brauchte diesen Eid zunächst nicht abzulegen. Aber er legte lieber am 16. Mai 1532 das Amt des Kanzlers nieder, als diesem neuen Regime zu dienen. Doch verabschiedete das Parlament 1534 den Act of Succession, der einen Eid beinhaltete, der die Legitimität aller Kinder bestätigte, die Heinrich und Anne Boleyn geboren wurden. Außerdem wies er jede fremde Autorität, ob Prinz oder die des Papstes zurück. Wie vorher schon der Suprematseid war auch dieser nicht von der gesamten Bevölkerung zu leisten, sondern nur von denen, die dazu vorgeladen wurden, also von Inhabern öffentlicher Ämter und denen, die im Verdacht standen, Heinrich nicht zu unterstützen.

Morus sollte diesen Eid im April 1535 trotz seiner Treue dem heiligen Stuhls gegenüber ableisten. Weil er dies ablehnte, wurde er im Tower von London eingekerkert. Morus wurde vor Gericht gestellt und zum üblichen Tod durch Bauchaufschlitzen, Gedärmausreißen, Vierteilen und Köpfen verurteilt. Eine „Begnadigung“ des Monarchen beschränkte die Todesstrafe auf „Tod durch Enthauptung“.

Das Parlament zog sein Vermögen zugunsten der Krone ein. Bis zu seinem Tode schrieb Morus religiöse Traktate und Trostschriften. 1535 verurteilte ihn ein Sondergericht zum Tode und wurde am 6. Juli 1535 auf dem Schafott vor dem Tower (auf dem Tower Hill) im Alter von 58 Jahren hingerichtet. Sein Kopf wurde einen Monat lang auf der London Bridge zur Schau gestellt und dann von seiner Tochter Margaret Roper gegen ein Bestechungsgeld heruntergeholt.

 

Seinen Humor, für den Thomas Morus bekannt war, hat er sich bis zuletzt bewahrt. Eine Anekdote erzählt, dass er den Henker bei seiner Hinrichtung gebeten habe, beim Zuschlagen mit dem Beil auf seinen Bart zu achten, da dieser keinen Hochverrat begangen habe.

 

 

1886 erfolgte die Seligsprechung von Thomas Morus durch den Heiligen Stuhl, die Heiligsprechung erfolgte 1935, zu einer Zeit, als die Konflikte zwischen dem Nazi-Regime und der katholischen Kirche durch Nichtachtung der Konkordatsvereinbarungen seitens der politischen Machthaber immer offenkundiger wurden. Damit wurde von höchster Stelle ein Zeichen für den religiösen Widerstand gegen totalitäre Herrschaftsansprüche gesetzt, für den Thomas Morus den Märtyrertod gestorben war. Am 31. Oktober 2000 ernannte Papst Johannes Paul II. ihn zum Patron der Regierenden und der Politiker sowie der katholischen Jugend. Der Gedenktag in der katholischen Kirche ist der 22. Juni, in der anglikanischen Kirche der 6. Juli.

 

 

Die nächste Inkarnation war die des Jalaluddin Muhammad Akbar. Er wurde am 15. Oktober 1542 in Umarkot geboren. Er folgte seinem Vater Nasir ud din Muhammad Humayun als Großmogul von Indien in den Jahren 1556-1605, und gilt, neben Ashoka, als einer der bedeutendsten Herrscher in der Geschichte des Landes. In seiner Jugend unterstand Akbar zunächst der Regentschaft seines Vormundes Bairam Khan.

Beide siegten in der zweiten Schlacht von Panipat 1556 gegen Hemu, einen Minister der Suri, der im Oktober 1556 Delhi besetzte und sich unabhängig gemacht hatte.

 

Akbar unternahm als Feldherr eine Vielzahl kleinerer Eroberungszüge. In diesen Feldzügen setzte er Kriegselefanten und schnelle, leichte Reiterei, genauso wie Kanonen, Musketiere und Pionierkorps ein. Seine Truppen wurden auch in Friedenszeiten durch Treibjagden in Übung gehalten. Mitunter kämpfte Akbar unter Einsatz seines Lebens selbst, es gibt viele Beispiele großen, persönlichen Mutes.

Auf der Seite der Rajputen waren die Ranas Udai Singh und Pratap Singh von Mewar die Gallionsfiguren seiner Gegenspieler.

Obwohl der harte Kern der Rajputen nie kapitulierte, gelang es Akbar doch einen Teil wie z.B. den Raja von Amber auf seine Seite zu ziehen.

Akbar schaffte die religiösen Steuern für Nicht-Moslems ab und erlaubte Teile der Hindu-Riten bei Hofe

und heiratete sogar eine Hindu-Prinzessin.

 

 

Hindus wurden nicht nur als kleine Beamte, sondern mitunter auch als höchste Würdenträger eingesetzt. In den letzten drei Jahrzehnten Akbars entstand so eine hindu-mohammedanische Mischkultur, in der auch Hindu-Werke übersetzt und bei Hofe gefeiert wurden. Die Hofsprache war Persisch. Akbar war auch ein Philosoph und Denker, der sich sein Leben lang mit der Suche nach einem wahren Glauben beschäftigte, selbst wenn ihn orthodoxen Moslems schließlich des Abfalls vom Islam bezichtigten.

Er lud Vertreter verschiedener Religionen an seinen Hof, darunter auch christliche Europäer. Er begann seinen eigenen Glauben zu definieren, der allerdings sein Privatglauben blieb. Dessen ungeachtet haftet ihm der Verdienst religiöser Toleranz und annähernder Gleichberechtigung von Moslems und Hindus an, was auch zur Stabilisierung des Mogulreiches beitrug.

 

Akbar war ein Verwaltungsreformer, der mithilfe seiner Minister eine zentrale Verwaltung organisierte, die angesichts der Größe des Reiches durchaus effektiv war, besonders wenn man sie mit der seiner Nachfolger vergleicht. Seine Verwaltung schaffte die pauschale Besteuerung von Dörfern ab und ließ die Steuern stattdessen nach dem Ertrag berechnen; eine in Indien zuvor noch nie praktizierte Vorgehensweise. Die Steuern wurden den Bauern zunehmend in Geldform abverlangt, die Steuereintreibung wurde durchorganisiert. Umgekehrt wurden Bauern für Ernteausfälle entschädigt, die durch den Durchzug des Heeres verursacht wurden.

 

Der Staat bemühte sich weiterhin um eine Vergrößerung der Anbaugebiete, die Sicherung der Straßen und um die Verbesserung des Postwesens. Auch Maße und Gewichte sollten vereinheitlicht werden.

 

 

Viele von Akbars Maßnahmen gab es schon unter früheren Herrschern, aber seine lange, verhältnismäßig ruhige Regierungszeit festigte sie in besonderem Maße. Auf sozialem Gebiet ging er gegen Kinderheiraten, Witwenverbrennungen und Glücksspiel vor und beschränkte die Prostitution. Er war ein großer Förderer der Wissenschaft, Malerei und Literatur, insbesondere der persischen Sprache - der Hofsprache der Mogulen. Trotz allem blieb er selbst ein Analphabet. Akbar war auch ein großer Bauherr, der sich 1569-1576 eine neue Hauptstadt erbauen ließ. Dazu kamen weitere Festungen und Paläste, die ihn als Bauherren kennzeichneten. An seinem Hof beschäftigte er einen Hindu namens Mian Tansen, einen legendären Musiker, dem Wunderdinge, wie z.B. der Regenzauber, nachgesagt wurden. Jalaluddin Muhammad Akbar starb am 15. Oktober 1605 in Agra.

 

Seine nächste Inkarnation war die des Thomas Moore. Er wurde am 28. Mai 1779 in Dublin als Sohn eines Weinhändlers geboren. Er verließ sein Land und studierte 1799 Jura in London. 1803 übernahm er den Posten eines Verwaltungsbeamten auf den Bermudas, kehrte aber schon bald nach England zurück. Den ersten Gedichtband veröffentlichte er 1801 unter dem Pseudonym Thomas Little. Bekannt wurde er 1808 mit dem ersten Band der "Irish Melodies", dem bis 1834 neun weitere folgten. Diese Sammlung irischer Volksweisen, denen er seine Texte unterlegte, entsprach dem romantischen Irlandbild des englischen Publikums, nicht jedoch der rauen politischen und sozialen Realität Irlands.

Beißende Satire gelang ihm in "The Twopennypostbag" und den gereimten Spießerbriefen der "Fudge Family in Paris". Eine enge Freundschaft verband ihn mit Lord Byron, dessen Biografie er 1830 veröffentlichte.

Tomas Moore starb am 25. Februar 1852 in Devizes, Wiltshire.

 

 

Die letzte Inkarnation war die des El Morya Khan. Er wurde in den fünfziger Jahren in Radjut in Indien geboren und war ein Prinz. Er studierte viele Sprachen und war in die hohen Grade des alten Wissens eingeweiht. Dadurch, dass er sein Leben in der Einheit mit dem Göttlichen lebte, stieg er 1898 auf. El Morya beherrscht ebenso, wie Saint Germain, Kuthumi und die anderen Meister, die Kunst der Teleportation sowie Materialisierung und Dematerialisierung. Er begann mit Helene P. Blavatsky auf geistiger Ebene zu arbeiten und wurde erstmalig in den Mahatma-Briefen erwähnt. Nachfolgend arbeitete er verstärkt mit dem Medium Alice Bailey und Annie Besant.

 

Ein jedes Mal, wenn El Morya durch mich spricht, erfüllt er den Raum und die Herzen durch seine liebevolle, weise und erhabene Schwingung. Er bestärkt uns, die Aspekte des blauen Strahls zu leben. Sein weißblauer Strahl lehrt uns: Schutz, Stärke, Kraft, Vision, göttliche Macht und Glaube an uns selbst und an alles, was ist, Wahrheit, Klarheit, Vertrauen, Befreiung, göttliche Durchsetzungskraft und Behütung. Er lehrt uns, dass uns alle diese Aspekte zu unserer göttlichen Anbindung, zum inneren und äußeren Frieden und zur Harmonie führen.

El Morya teilte mir mit, dass die Aufzählungen seiner bisherigen Leben nicht von primärer Bedeutung für uns sind. Es sei nun speziell in dieser Übergangzeit wichtig, die Nationen zusammenzuführen, insbesondere das Verhältnis von West und Ost sowie die Vereinigung der Länder der alten Religionen Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Judentum. 

 

Dies können wir lernen, indem wir nun beginnen, Sitten und Bräuche zu verstehen und niemanden mehr auszugrenzen. El Morya ist es wichtig, das Prinzip von Camelot zu verstehen, dies bedeutet, alle Menschen gleich zu behandeln.

Die Eigendisziplin von Loyalität ist für ihn ein großes Anliegen und auch seine Kernbotschaft:

Einer für alle und alle für einen.

 

Das, was wir säen, werden wir ernten. So sollten wir nicht mehr um Ländereien, Grenzen, alte Religionen oder des Machtmissbrauchs wegen streiten sondern vielmehr vereint als die Menschheit an einer Tafelrunde sitzen. Diese symbolische Tafelrunde hat er in die Segmente der Länder aufgeteilt. Jeder Mensch darf an dieser Tafelrunde sitzen. Jeder hat dieselben Rechte und jeder hat das symbolische Schwert von Wahrheit und Klarheit, das himmlische Schwert Excalibur.

 

Der Weg ist der Weg der Gesamtheit, wenn jeder Mensch den ersten Schritt im Herzen geht und die Aspekte des blauen Strahls verbunden mit Liebe, Loyalität und Mitgefühl geht, führt dies zur symbolischen Herstellung Camelots – dem Weltfrieden.

 

 

Die Angaben zu den Inkarnationen der aufgestiegenen Meister ist teilweise durch Wikipedia ergänzt.